Samstag, 26. Februar 2011

Spieltag!

Hallo zusammen! o/

Gleich vorweg: Ich werde später noch Bilder hinzufügen, da gerade die Hochladeoption zickt.

Am gestrigen Freitagnachmittag nahm ich mir ordentlich Zeit für Eve. Es stand für mich ein Haufen Arbeit an. Ich überlegte mir, in welche Richtung meine Charaktere skillen sollten, schrieb Einkaufslisten für Ausrüstung und Skillbücher und erstellte Skillpläne. Meinen Chars kamen noch die nicht zugeteilten Skillpunkte aus den abgeschafften Learningskills zugute, ca. 1,5 Millionen Punkte pro Charakter.
Carlyle wird jetzt auf eine Thanatos skillen, meine Orca-Pilotin Sarah wird mittelfristig Minerin und langfristig Frachtpilotin. Rak, meine Minerin wird ... tja, Minerin. Es gibt da noch ein paar Skills, die ich zur Perfektion bringen will. 
EVE auf LSD? Nein, die Upload-Automatik spinnt!
Mit der Einkaufsliste in der Hand brauchte ich jetzt nur noch auf ein Wurmloch zu hoffen. Die Woche über hatten wir eine ziemliche Pechsträhne und ich hatte am Anfang meiner Spielesession auch keine Lust, wider Zeit mit dem Ausscannen zu verbringen. Also flog ich lieber ein paar Sanctums und Havens mit Carlyle und Rak flog hinterher, um die Wracks zu salvagen. 
Nach ein paar dieser Sites zwang ich mich dann doch zum Scannen und erwischte auch prompt in unserem Heimatsystem ein Klasse 5 Wurmloch. Das System war zwar bewohnt, aber gerade war wohl niemand zu Hause. Ich warf die Sonden aus und machte mich ans Scannen. Auf dem Schirm erschienen nur ein paar wenige Sites, die ich ausscannte und darunter war wieder ein Wurmloch. In solchen Augenblicken hofft man ja, dass es ein Empire-Zugang ist und am liebsten gleich nur zwei Sprünge von Jita entfernt. Das Wurmloch aber führte mich in ein weiteres Klasse 5 System, und ich hatte einfach keine Lust, wieder ein gesamtes System abzuscannen. Also flog ich zurück und ballerte mich stattdessen weiter durch Sanctums und Havens. 
Zwischenzeitlich holte sich ein Allykollege von mir die Koordinaten der Wurmlöcher und scannte im zweiten Klasse 5 System alles ab und siehe da: Er fand einen Ausgang... der ins Highsec führte... nur zwei Sprünge von Jita entfernt. 
*seufz*
Also unterbrachen so gut wie alle, die gerade online waren, ihre Arbeit und machten ihre Tarnkappentransporter startklar. Für mich war es auch DIE Gelegenheit, endlich alles, was ich bisher angesammelt hatte (Erze, Salvage- und Modul-Loot, Wurmloch-Technologie) zu verkaufen und meine Einkaufsliste abzuarbeiten.  Ich verkaufte Kram für eine dreiviertel Milliarde, musste dann aber insgesamt eine Milliarde ausgeben, um meine Liste abzuarbeiten.
Wieder bei uns daheim angekommen verteilte ich die Einkäufe auf meine Charaktere, unter anderem eine Skiff mit entsprechender Ausrüstung für Rakkmaerin und noch Rigs für die Salvage-Hurricane, Munition und Skillbücher für Carlyle, Skillbücher und Miningkristalle für Sarah.
Bei so viel Wurmlochglück entschloss ich mich doch noch zum Weiterscannen in den Nachbarsystemen und hatte auch beim ersten versuch ein Klasse 3 Wurmloch gefunden. Genau meine Kragenweite. Ich rüstete Rakkmaerins Hurricane auf eine Wurmloch-OP um und Carlyles Tengu. Rakk scannt das Wurmlochsystem getarnt aus und hält Wache, während Carlyle die Sites abfliegt. Nach getaner Arbeit rückt Rakkmaerin nach und  salvagt die wenigen, aber wertvollen Wracks. 
Leider musste ich die OP nach knapp einer Stunde abbrechen, weil eine fremde Tengu auf dem Directional Scan auftauchte und ich an die Worte meines CEOs denken musste: Kein Risiko im Wurmloch eingehen!
Also waren meine beiden Chars sofort im Warp Richtung Ausgang. 
Es war schon spät geworden und ich wollte noch etwas anderes tun als dauernd Sanctums und Havens abfliegen, also erscannte ich ein paar kleine versteckte Sites wie beispielsweise ein riesiges Schiffswrack, aus dem man noch Bauteile plündern konnte, quasi wie Indiana Jones im Weltraum. Um zwei Uhr nachts landeten alle meine Charaktere auf der Station und ich im Bett.

Dienstag, 22. Februar 2011

Engine... Online.

Hallo Leute! o/

Leider hatte ich nach dem letzten Post beruflich ziemlich viel Stress und habe auch fast alle Accounts auf Eis gelegt. Zwischenzeitlich hat sich die Arbeit beruhigt und meine Accounts sind auch wieder mit einem Abo versorgt. Zuerst werde ich mich kommendes Wochenende durch die über 182 Corporation-Mails lesen, um mir einen Überblick zu verschaffen und auch anschließend wieder regelmäßig berichten. 
Wir sind aber noch im 0.0-Gebiet, Gott sei Dank. Sonst hätte ich wirklich Probleme gehabt, meinen Kram wieder ins Empire zu schippern. 
Bisher konnte ich aber in Erfahrung bringen, dass unsere Corp abermals die Allianz gewechselt hat und wir wieder keine Sprungbrücken haben, um ins Empire zu kommen. Das heißt also, entweder springt man ca 35-40 Sprünge zum nächsten Großhandelssystem, um seine Beute/Erze zu verkaufen ODER man sucht wieder nach einem Wurmloch. Ich werd mich wieder für Letzteres entscheiden und scanne schon einmal drauf los.

Carlyle over

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Der normale Wahnsinn hat uns wieder


Hallo zusammen! o/

Rakkmaerin wartet am Ausgangswurmloch
Nach dem Kriegstumult und der Meuterei konnten wir allmählich wieder zum Tagesgeschäft zurückkehren. Meine Aufgabe wurde es, jeden Abend nach Wurmlöchern zu scannen, diese auszukundschaften und nach einem Zugang zum Empire zu suchen, damit wir Erze und andere Handelsgüter aus unserem System heraus- und Munition und andere Ausrüstung hineinbringen konnten. Die Wurmlöcher waren eine willkommene Abwechslung, da ich ansonsten nur die Angel Havens oder die Sanctums abflog, um Geld zu verdienen. Da sich aus meiner Corp keiner dazu bereit erklärte, mit mir im Wurmloch zu wildern, tat ich es eben alleine. Mit Carlyle flog ich die Wurmlochsites ab, zerstörte die Sleeperschiffe und nach getaner Arbeit warpte ich mit Rakkmaerin in einer Hurricane hinterher, plünderte die Wracks und salvagte sie. Die Hurricane war neben Tractorbeams und Salvager-Modulen noch mit einem Tarnmodul ausgestattet, damit sie sich bei Untätigkeit in der Nähe eines Himmelskörpers verstecken konnte. Außerdem verfügte sie noch über Hacking- und Analyzing-Module, um ggf. Sleeper-Technologiecontainer zu knacken und leerzuräumen. Last but not least war für alle Fälle noch ein Probe Launcher mit Sonden aufgeschraubt, falls das Wurmloch wider Erwarten kollabieren sollte. 

Ach ja, apropos kollabieren, da fällt mir eine Anekdote ein: Eines Donnerstagabends scannte ich ein Wurmlochsystem in meiner Buzzard aus. Ich entfernte mich natürlich vom Eingangswurmloch, parke an der Sonne und scannte das System. 
Was ICH nicht wusste, war, dass zeitgleich der Bewohner des Wurmlochsystems meinen Ausgang kollabieren lies. Er wusste, dass ich im System war, ich jedoch war zu sehr mit dem Scannen beschäftigt. Immerhin war er so "nett", mir nach dem Verschließen meines Ausgangs selbiges mitzuteilen: "I closed your exit. You're not welcome here." Yeah, großartig du Motherfrakker, hättest du das nicht VORHER sagen können, da wäre ich dann auch friedlich abgezogen. Mich konnte er ja nicht aufspüren, da ich in der Buzzard ja getarnt weiter scannte.
Was ER nicht wusste, war, dass es noch einen Ausgang gab. Ich holte die Sonden ein, warpte hin und sprang durch das Wurmloch. Es war egal, wo ich hingelangte, nur weg von hier. 
Denkste. 
Es wurde nur noch schlimmer. 
Ich gelangte in ein Klasse 5 Wurmloch und auf dem Richtungsscan war so viel Aktivität zu verzeichnen, dass mit das Herz in die Hose rutschte. Über ein Dutzend Schiffe, davon mindestens die Hälfte Trägerschiffe, dann ein paar Tech-III-Schiffe und und und... Egal, ich parke an der Sonne, warf die Sonden raus und tarnte mich. Über Teamspeak informierte ich meinen CEO, dass ich, wie man im Eve-Slang so schön sagt, soeben "lost" gegangen bin. Master erwiderte, ich solle mir keine großen Sorgen machen, da ich mir meinen Weg raus erscannen könne. Tja, gesagt, getan. Ich erscannte mir ein Wurmloch, sprang durch, landete wieder in einem Wurmlochsystem, scannte, fand ein Wurmloch, sprang durch, wieder ein Wurmlochsystem, scannte, sprang durch... und diesmal ein paar feindlich gesonnenen Tech-III-Schiffen direkt in die Arme, die gerade eine Wurmlochoperation starten wollten! Ich trommelte auf den Warpdrive-Knopf, da die anderen Schiffe zu nahe dran waren, um mein Tarnmodul aktivieren zu können. Glücklicherweise waren sie zu verdutzt, um mich aufzuschalten. So konnte ich gerade noch verduften und schaltete im Warp noch das Tarnmodul an. Im Localchat versuchten sie mich aus der Reserve zu locken, ich hielt aber schön still und scannte nach einem weiteren Wurmloch. 
Insgesamt dauerte die Aktion sechs Stunden, so dass ich irgendwann um zwei Uhr nachts zuerst im Empire und dann im Bett landete.
Die Orca ist endlich im NullNull
An einigen Tagen hatte ich aber auch ziemliches Glück mit den Wurmlöchern. Ich fand ein Klasse 3 - Wurmlochsystem und in diesem einen Ausgang zum Empire, nur acht Sprünge von Jita entfernt. Endlich konnte ich meinen Fuhrpark erweitern. Ich holte meine eigenz gezüchtete Orca-Pilotn durch das Wurmloch in unser System, damit ich endlich selbst Asteroiden abbauen und das Erz zur nächsten Station schippern konnte. Beim nächsten Wurmloch flog ich mit Carlyle in einem Shuttle ins Highsec und holte mir meinen lang erträumten Tarnkappentransporter, eine Crane. Endlich konnte ich meine Einkäufe selbst erledigen. Die Crane holte ich mir nach der 6-Stunden-lost-im-Wurmloch-Aktion. Um zurückzukommen, stand ich am Freitag morgen früh auf, wenn tendenziell weniger Spieler online sind, schraubte ein Tarnkappenmodul drauf und machte mich also auf den 50 Sprünge langen Weg zurück in unser NullNull-System. Aber bis zum Rand vollgestopf mit Raketen und anderen Bedarfsgütern. 
Auch die Crane kam endlich im NullNull an

So, und jetzt eine Kaffeepause und dann erzähle ich euch von unserem Minerstreik. Ja, das kommt in den besten Corps vor. :)

Donnerstag, 30. September 2010

Von Politik, Meuterei und Verrat...

Hallo Leute! o/

In den letzten zehn Tagen blieb die Spannung im NullNull nicht aus, auch wenn es sich auf die politische Ebene und Corpinternas beschränkte. Darum seht ihr heute auch eine Textwand und leider keine Bilder, da sich alles Folgende nicht wirklich AUF dem Screen abspielte.
Zunächst erwiesen sich die Verhandlungen mit dem Diplomaten über Gebietsrechte als hinfällig. Eines Morgens wollten wir eine Runde durch unsere Systeme fliegen, als Teammitgliedern des Geschwaders auffiel, dass Fremde Claimunits aufgestellt hatten und somit also Systeme beanspruchten, die eigentlich uns gehören. 
Oder doch nicht? Ein paar aufgeregte Gespräche mit dem Diplomaten von der Initiative brachte Ernüchterung. Nein, es sei eben so, dass man diese Tasche mit den fünf Systemen nicht komplett uns geben könne. Damit fiel leider dieses verdammt lukrative System auch an die fremde Corporation. Als Trostpflaster bleiben uns eben zwei Systeme zum Preis von einem. Auch wurde uns zugesagt, dass wir noch ein oder zwei weitere Systeme haben könnten. 
Kaum war die globale politische Ebene abgeschlossen, schon brodelte es einen Tag später unserer Corp. Unsere jetzige Corp ist ja eine temporäre Fusion von der DDM (also meine Corp mit Master als CEO) und der BS (mit Xar als CEO). Nun trat aber Xar wegen schwerwiegenden Real-Life-Problemen seine Funktion als CEO an Master ab, weil es ihm schlichtweg nicht möglich sei, sich um die Leute und um das Spiel zu kümmern. Das war gewiss ein riesiger Vertrauensbeweis an unseren CEO. 
Kaum war die Rundmail an die Corp raus, schon knirschte es hie und da. Wir sind durch Master einen militärischen Führungsstil, Einhalten der Befehlskette und Teamplay gewohnt. Manche der BSler eben nicht, und genau daran entfachte sich im Lauf weniger Stunden ein Putschversuch, dem wir nur deshalb auf die Schliche kamen, weil sich einer der Verschwörer im Teamspeak verplapperte. Einige der BSler hatten keine Lust auf Teamplay und vor allem keine Lust darauf, erwirtschaftete Gewinne zunächst in die Coprkasse fließen zu lassen, damit wir die Miete zusammenbekommen und hier nicht rausgeworfen werden. Stattdessen hatte der eigene Geldbeutel Vorrang. 
Die Situation spitzte sich zu, als versucht wurde, durch eine Abstimmung anhand von Corporation-Aktien Master als CEO abzuwählen und den Rädelsführer statt dessen einzusetzen. Plötzlich ging es nur noch um Sekunden. Es wurde hektisch nach einer Möglichkeit versucht, die Abstimmung (die ja ein tatsächlicher Spielmechanismus ist) zu verhindern. Ich weiß nicht genau, wie Master das angestellt hat, da ich keine Ahnung von diesem Spielmechanismus habe, aber es konnte wohl gerade noch rechtzeitig verhindert werden. Es war schon ein sehr unheimliches Gefühl, vor dem Monitor zu sitzen und dem Teamspeak zu lauschen. Es war so, als würde man in einer Zeit ohne Fernsehapparate vor dem Radio sitzen und auf die Nachrichten warten, ob es nun einen Putsch gibt oder nicht.
Die politische Revolte war verhindert worden und die Aufsässigen wurde ein Ultimatum gestellt. Sie hatten genügend Zeit, ihre Sachen zu packen und zu verschwinden. Bloß versuchten sie noch, den Diplomaten der Initiative auf ihre Seite zu ziehen. Er stattete uns daraufhin einen Besuch im Teamspeak ab und erkundigte sich ruhig nach unserer Version der Geschichte. Nachdem das geklärt worden war, gab es noch immer keine Entspannung innerhalb der Corp. Eines Abends konnten wir merkwürdige Aktivitäten des Rädelsführers beobachten. Er versuchte wohl, an der POS geparkte Schiffe zu entwenden. Wir bewachten daraufhin unser Eigentum in PvP-Schiffen und hatten auch Feuerbefehl... so weit kam es jedoch nicht.
Nachdem wir auch dies durchgestanden hatten, konnten wir uns wieder unserem Tagesgeschäft widmen. Ein paar Tage später wechselten wir alle aus der fusionierten Corporation zurück zur DDM und können seitdem auch unter diesem Namen endlich im NullNull firmieren.

Sonntag, 19. September 2010

Bevor's besser wird, wird's schlimmer.

Hallo Leute! o/

In der Woche haben sich die Ereignisse überschlagen! Das war ziemlich nervenaufreibend!
Ich konnte nur zusehen. 
Eines muss ich gleich zurücknehmen: So schnell der Allywechsel auch eingeleitet wurde und für Verwirrung sorgte, aber es war die richtige Entscheidung, die keine Minute länger hätte herausgezögert werden dürfen. Als ich mich am Mittwoch früh einloggte, staunte ich, als sich plötzlich etwa 25 Leute im Local tummelten. Und ich war der Einzige von unserer Corporation, der eingeloggt war. Ich konnte niemanden erreichen, was aber schlussendlich auch egal war. Es hätte eh niemand etwas verhindern können. Kaum hatte ich den Gedanken beendet, schon tauchte ein feindliches Schiff nach dem anderen auf und sie begannen, auf unsere POS einzudonnern. Ich wusste, ja, dass unsere POS in den Reinforcement-Modus wechseln würde, trotzdem war es ein ziemlich mulmiges Gefühl. Natürlich brachte es auch nichts, darauf hinzuweisen, dass wir in ca. sieben Stunden der Initiative beitreten würden. Bis zum Schluss konnte ich jedoch nicht bleiben, die Arbeit rief.

Reparaturarbeiten am Schild
Am Abend fand eine ziemliche Diskussion statt, was wir tun sollten. Unsere POS würde am Freitag Morgen um zwei Uhr nachts aus dem Reinforcement-Modus kommen, eine denkbar ungünstige Uhrzeit. Da aber unser CEO eine Ankündigung bekommen hatte, dass ein feindlicher Flottenverband die POS endgültig zerstören wolle, schafften wir all unsere Schiffe ein System weiter auf die POS der  zweiten Corp, mit denen wir zur Zeit die Bloodsuckers bilden,  in Sicherheit.
Blieb aber noch das Problem, dass unsere POS in der Nacht auf Freitag schwer angeschossen aus dem R-Modus fällt. Den Moment mussten wir abpassen und sie sofort reparieren, auch wenn die Gefahr bestand, dass wir tatsächlich Besuch bekommen sollten. So kam es also, dass eine Handvoll Piloten sich tatsächlich ihre Wecker stellten und mitten in der Nacht aufstanden, um die POS-Schilde zu reparieren. Glücklicherweise blieben uns unwillkommene Gäste erspart.


Wir blieben mit ein paar nicht unerheblichen Problemen zurück. Wir hatten keine Station zum Andocken, keine Sprungbrücken zum Empire, konnten auf das in der Eile vergessene Equipment auf den Stationen nicht zugreifen, uns ging die Munition aus und und und.
Jedoch wendete sich allmählich das Blatt. Freitag Vormittags wurde die Station, die ja noch AAA gehörte, von einer riesigen Flotte von INT zusammengeschossen. Ich bin mit meinem Tarnkappenbomber heimlich hinterher geflogen. Das war schon ein beeindruckendes Feuerwerk... ach ja, der Fuhrpark dazu übrigens auch.

Und es wurde immer besser. Im Laufe des Nachmittages kamen immer bessere Nachrichten herein. Wahrscheinlich würden wir ein paar mehr Systeme zugesprochen bekommen und das für denselben Preis. Außerdem konnten wir endlich wieder auf der Station andocken. Endlich kam ich an meine Munition ran. Und am Abend kam DIE Mitteilung schlechthin: Wurmloch mit einem Zugang zum High-Sec! Also wurde schnellstens eine Truppe zusammengestellt und mit einer großen Liste an Bestellungen losgeschickt. Ich flog (ja, etwas unkonventionell) mit einer leeren Hulk mit. In Jita angekommen stopfte ich sie mit Ausrüstung, Munition und den Bestellungen VOLL, so richtig KNALLVOLL und schon machten wir uns auf den Rückweg. Die Lage scheint sich also endlich zu entspannen und wir können unserer Bewirtschaftung nachgehen

Dienstag, 14. September 2010

Ist erst die Tür auf, dann ist's zu spät...

...denn du weißt nie, wer vor der Türe steht... 

In letzter Zeit ist viel passiert. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Anfangs hatten wir noch viel Spaß mit den gelegentlichen Besuchern, haben deren Scouts gejagt, alle Wege abgeschnitten und dann deren Schiffe und Pods hochgejagt. Da war natürlich an das normale Tagesgeschäft nicht zu denken. Wirtschaftlich gesehen ist bei uns gerade Stillstand.
Politisch gesehen spielt sich weiterhin ein Drama ab. Gestern wurde das Heimatsystem unseres Vermieters belagert und heiß umkämpft und ist laut dotlan.com gerade das am heißesten umkämpfte System in EVE überhaupt. Wir sind natürlich nur kleine Fische und können uns daher überhaupt irgendwelche Hoffnungen auf Hilfe abschminken. 
Zu allem Überfluss passierte unserem CEO auch noch ein folgenschweres Missgeschick. Er arbeitete an den POS-Einstellungen, als plötzlich das Schild der POS abgeschaltet wurde. Das war schlecht, aber noch schlechter vor allem, weil wir einen Spion im System hatten. Das wäre noch nicht so fatal gewesen, aber leider verwechselte unser CEO in der Hektik den Ally- mit dem Localchat und schrieb, dass das Schild gleich wieder oben ist. Und der Spion saß in einer Manticore... 
Das Resultat: 14 verlorene kleinere Schiffe und Transporter. Das war natürlich besonders bitter, weil wir alle ja unseren Kram extra von der Station geholt hatten. Insgesamt gingen also Schiffe und Kram im Wert von vier Milliarden ISK verloren. Ich hatte jedoch Glück gehabt, meinen Schiffen ist nichts passiert. 
Heute jedoch loggte ich mich mit der Hoffnung ein, dass es wenigstens ein paar gute Nachrichten geben würde.
Gab es auch. Zunächst. In einer Corp-Mail stand drin, dass wir die AAA-Citizens verlassen haben und nach der 24h-Wartezeit The Initiative beitreten werden. Gesagt, getan. Das hatte aber leider zur Folge, dass wir keinen Zugriff mehr auf die zwei Systeme entfernte Station mehr haben. Auch da hatte ich Glück, ich stehe im Moment ohne weiteren Munitionsnachschub da. Andere haben noch Ausrüstung im Wert von 1,2 Milliarden auf der Station... 
Ich blieb mit all meinen Schiffen an der POS, vor allem auch, weil wir noch zwei Unbekannte im System hatten. Naja, was heißt unbekannt, einer davon war der Spion mit der Manticore. 
Also lauschte ich ein wenig dem Funkverkehr der Corpmitglieder und bekam nur am Rande mit, dass sie eine Tanathos online brachten und kurz wegen irgendwas aus dem POS-Schuztschild manövrieren wollten.  Ich alt-tabbte mich wieder ins Spiel... Kaum standen sie ein paar Meter hinter dem Schutzschild, schon gab es einen gewaltigen Blitz, als plötzlich ein riesiges Schiff dastand... aber seht selbst: 

Look what the cat brought in...
Ein TITAN! Bei uns? Wieso das denn? Und was passiert jetzt? Werden wir alle sterben? Schon machte es BUMM, und die Thanathos samt Inhalt war nur noch Schrott. Genaue Zahlen habe ich noch nicht, aber das Schiff alleine war wohl mit Fitting etwa 1 Milliarde. Es ging im Teamspeak natürlich drunter und drüber und in dem Chaos meinte jemand, er hätte all seine Schiffe in der Thanatos gehabt und sei jetzt ruiniert und er werde sich ins HighSec absetzen, weil er nun einfach pleite sei. Per Local-Chat versuchten wir die feindlichen Schiffe zu überzeugen, dass wir der Initiative beitreten werden, aber wir bekamen keine Reaktion. Wortlos verschwanden sie wieder.
Es kam auch die Frage auf, wie es möglich sei, dass die Avatar überhaupt ins System springen konnte. Die Erklärung: Da wir die AAA-Citizen-Allianz verlassen hatten, ging wohl der Cyno-Jammer in unserem System offline. Das war natürlich ein offenes Scheunentor und die Jungs haben entsprechend die Muskeln spielen lassen. 
Alles in Allem eine sehr überhastete, schlecht abgesprochene Aktion mit dem Allywechsel, die einige von uns sehr teuer zu stehen kommt.

Samstag, 11. September 2010

Wir sind im falschen Film


Hallo Leute! 0/

Einen Tag nach dem letzten Eintrag entschloss ich mich, auf eigne Faust mit einer tarnfähigen Tengu zurück ins HighSec zu fliegen, im meinen restlichen, vergessenen Kram abzuholen. Hat alles gut geklappt und ich weiß jetzt auch endlich, wie ich all diese Sprungbrücken-Lesezeichen verwenden muss. Etwa zwei Stunden später kam ich recht glücklich wieder in unserem neuen Heimatsystem an, aber die Freude hielt nicht lange. 
Wiederum einen Tag später zogen wir die erste Bilanz und stellten ein paar Hochrechnungen an. Unser CEO und unser Buchhalter rechneten unsere Umsätze, die wir bisher erwirtschaftet hatten, zusammen und verrechneten sie mit der Systemmiete. Dabei kam es zu folgendem Dialog: 
CEO: Ich brauch die Zahlen und will das als Hochrechnung haben.
Buchhalter: Alles klar, ich kann die Daten auslesen und eine Tabelle erstellen. Ich mach das gleich als Datenbank. 
CEO: Ja, mach das aber ich will das alles als Grafik haben, kapiert? Ich brauch das als Grafik. 
Buchhalter: Äh... ja, lässt sich machen. 
CEO: Ja, ich brauch das als Grafik, und weißt du wieso?
Ich: Weil du keine Zahlen lesen kannst?
Alle: GRÖÖÖÖHL!

Und wir haben nicht mehr erfahren, warum er es als Grafik braucht. 
Jedenfalls sieht es unterm Strich nicht sehr lukrativ für uns aus. Wir müssten etwa 100 Millionen ISK am Tag erwirtschaften und momentan haben wir auch einen Umsatz von durchschnittlich 300-400 Millionen ISK, aber nur, weil die meisten von uns noch Urlaub oder Ferien haben. Unsere Mitglieder Redd und Pony stehen beispielsweise mit bis zu fünf Accounts im Asteroidengürtel und bauen ab wie Profis, aber deren Urlaub ist diese Woche, so wie meiner auch, zu Ende. Die Umsätze werden also einbrechen. 

Und das sind eigentlich noch de kleineren Probleme, denn kaum waren wir mit Sack und Pack ins System gezogen, brach um uns herum Krieg aus und das Gebiet ist extrem heiß. Ich konnte aus all den Puzzlestücken nicht erfahren, was eigentlich los ist. Zwischenzeitlich ist endlich Licht ins Dunkel gelangt. Sehr geholfen hat mir dabei die Seite EVENEWS24, da könnt ihr schön all die Scharmützel zwischen Against all Authorities, unserem Vermieter, und seinem Gegner, The Initiative und Pandemic Legion verfolgen. 
Jedenfalls ist es für uns so, dass wir auch schon in einige Scharmützel verwickelt wurden und bisher eine Handvoll Abschüsse verbuchen konnten, jedoch nichts aufregendes. Wir haben zwei Scouts gepodded und eine Myrmidon erwischt.
Wie wir zwischenzeitlich herausgefunden haben, versuchen die Verbündeten der Kriegsgegner, nur zwei Systeme weiter weg einen Fuß in dieses Gebiet zu bekommen. Unser Problem dabei ist, sollten die Feinde weiter vorrücken und wirklich in unsere Tasche kommen wollen, wäre unser angemietetes System zur vordersten Front werden. 
Wir haben uns auch schon an AAA gewandt, aber es kam keinerlei Reaktion. Laut Mietvertrag sind die verpflichtet, uns zu helfen, vor allem, weil wir laut Vertrag nicht selbstständig militärisch aktiv werden dürfen. Daher überlegt unsere Führung, die erste Miete gar nicht zu überweisen, da das das einzige Druckmittel ist, das wir haben, damit die uns zur Hilfe kommen. 
Auch in den Nachrichten ist leider zu lesen, dass sich AAA bisher kaum organisiert bzw. wehrt. Zwar kam es gestern Abend in GE-8JV, einem für uns auch wichtigen Sprungbrückensystem, zu einer großen Schlacht, aber eine besonders gute Figur hat AAA da nicht gerade gemacht. Auch haben sie durch Verrat mehrerer Überläufer gestern Nacht auch noch drei Super-Carrier verloren.
Immerhin haben wir mit der Corp, die ebenfalls in dieser Systemtasche mit uns drin hängt, den Entschluss gefasst, alle militärisch brauchbaren Schiffe in unser System zu schaffen und nun abzuwarten, was passieren wird. Aber wahrscheinlich können wir uns darauf einstellen, dass wir bald wieder zurück nach Irjunen ziehen. Zumindest war das am Freitag Abend im Gespräch.
Wie ironisch: AAA wurde seit vier (!) Jahren nicht angegriffen, aber klar, kaum ziehen wir in deren System im NullNull, schon werden sie von allen Seiten beballert.